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Im Mittelalter war Mittweida eine typische Tuchweberstadt. Seit der Errichtung der Baumwollspinnerei 1816 wuchs die Stadt zu einer der bedeutendsten Textilindustriestädte in Sachsen heran.

Auch wenn das längst Geschichte ist, ist Mittweida bis heute – nicht zuletzt durch die Hochschule und das gute Klima für Start-ups – ein “Ort der Innovation”, der weit über Sachsen hinauswirkt. Hier studierten unter anderem Audi- Gründer August Horch, Farbfernseherfinder Walter Bruch und Crowdfunding-Pionier Tino Kreßner.

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Mittweida, 2019

Tino Kreßner bezeichne ich gern als „meinen Vorzeigestudenten“ und das aus guten Gründen: Bereits im Frühjahr 2009 war er für seine Bachelorarbeit zum Thema „Marketing 2.0“ mit dem „Horizont-Nachwuchs-Award“ ausgezeichnet worden. Als Erstbetreuer durfte ich seinerzeit dabei sein, als Tino in der Frankfurter Oper unter tosendem Applaus den Preis überreicht bekam.

Bei der Hochschul-Gala am Freitagabend stand der inzwischen erfolgreiche Unternehmer wieder im Mittelpunkt. Diesmal bekam Tino Kreßner den – nach unserem ehemaligen Rektor benannten – Lothar-Otto-Jubiläumspreis.

Er spricht für sein Alter verstörend sachlich und unaufgeregt, für sein Vokabular könnten ein Nerd und ein Dozent der Betriebswirtschaftslehre zusammengelegt haben.

Auch wenn sein beruflicher Werdegang wie eine der heute typischen Patchwork-Biografien anmutet, ist sie bei genauem Hinsehen eine recht stringente Abfolge von Ausdenken, Ausprobieren, Ausführen.

Tino Kressner hat eine ganze Liste solcher Aktionen (Anm: Aktivitäten für besseres Klima) ins Netz gestellt.

Interview für Klimafreitag.de (Newsletter Süddeutsche Zeitung)

 

Tino Kreßner hat es vorgemacht: Der ehemalige Student nutzte die Inhalte und Möglichkeiten des Studiums an der Fakultät Medien für seine eigenen Projekte und Arbeiten.

Seine wissenschaftliche Arbeit zeigte, welche Instrumente und Möglichkeiten ein Produzent hat, sich auf Augenhöhe mit seinen Konsumenten zu unterhalten und zu interagieren.

Die größte deutsche Plattform ist Startnext.de. Tino Kreßner, Mitbegründer von Startnext, beantwortete gegenüber PC Games Hardware eine Reihe von Fragen, beispielsweise wie sich Startnext finanziert, ob gespendete Gelder insolvenzfest angelegt sind oder ob und wie sichergestellt wird, dass Projekt-Starter ihre beworbenen Projekte fertig stellen.

Die Besonderheit des Films: Es ist die erste Web 2.0 Produktion – eine interaktive Live-Spielfilmproduktion, in welcher der Zuschauer direkt in die Produktion und Entstehung des Films eingreifen und diese mitbestimmen kann. Auf der Website des Roadmovies posteten die Macher dazu zeitnah alle Neuigkeiten. „Die grundlegende Idee war es, die Filmproduktion mittels Blog, Audio- und Videopodcast zu begleiten“, so Tino Kreßner, Produzent des Filmes.

Da steht nun der 23jährige auf der riesigen Bühne des Frankfurter Schauspiels. Freundlich lächelnd, ein wenig verlegen – einfach sympathisch, so wie ihn Professoren, Mitarbeiter und vor allem seine Kommilitonen im Fachbereich Medien an der Hochschule Mittweida kennen und schätzen. Als Tino Kreßner von Michael Conrad, Präsident der Berlin School of Creative Leadership, den Nachwuchspreis der “Horizont-Stiftung” überreicht bekommt, gibt’s kräftigen Beifall von den rund 1.000 Gästen, darunter viele Topmanager und Entscheider der deutschen Kommunikations- und Werbebranche wie FOCUS-Chef Helmut Markwort, Springer-Vorstand Andreas Wiele und Ex-Premiere-Chef Georg Kofler.

Es begann mit einer Vision , die eine neue Ära beim Filmemachen einläuten könnte. Warum nicht einen Streifen drehen, bei dem die Zuschauer per Internet Einfluss auf Drehbuch, Soundtrack, die Gestaltung des Kinoplakates nehmen können, und bei dem man sogar der Crew beim Filmen zuschauen kann?

Die Zuschauer konnten bei dem Projekt per Internetvoting die Auswahl der Darsteller beeinflussen, von denen im Netz Fotos und Spielproben zu sehen waren. Rund 8800 Menschen beteiligten sich an dem Voting.

Die Idee der kollektiven Intelligenz hat einen gewissen Charme. Demokratie baut genauso wie auch Wikipedia darauf auf, dass alle gemeinsam entscheiden und jeder seinen Teil beisteuert. Studenten aus Mittweida wollen das auch im Film hinkriegen, in einem zumindest deutschlandweit einzigartigen Projekt, das man unter www.filmtrip.de verfolgen und mitbestimmen kann.

Tino Kreßner ist Mittweidaer Medienstudent, erfolgreicher Unternehmensgründer und seit kurzem Preisträger des Nachwuchspreises der “HORIZONT-Stiftung” für seine herausragende Abschlussarbeit.

Interview mit “HORIZONT”-Award-Preisträger Tino Kreßner

Bereits seit seiner Schulzeit arbeitet Kreßner zweigleisig: Schon als Schüler gründet er mit 14 seine erste Multimedia-Agentur. Sein Ziel ist, „möglichst unabhängig und eigenständig leben und arbeiten zu können”. Das macht Kreßner seitdem in zahlreichen beruflichen und ehrenamtlichen Projekten unter anderem als Film-2.0-Pionier mit Filmtrip.de und Produzent des Films “Mitfahrgelegenheit”, als Vorsitzender des Vereins “Bewegende Bilder”, als Gründer und Grafiker bei IMG Medien und als Organisator internationaler Jugendtreffen beispielsweise zum Thema Medien. Diese „zahlreichen bisherigen Aktivitäten rund um das Web 2.0″ will der Stiftungsrat mit dem Stipendium würdigen.

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